14.9.10

Fazit der "Kasten" miete

Fast 3 Wochen lebten wir im "Knaus BoxStar Family Jg. 2009" und wollten erfahren, ob diese Grösse eines Reisemobils für uns drei die Richtige ist.

Die Miete dieses "Kastens" war  für uns sehr aufschlussreich, wurde dieses Fahrzeug doch schon die zweite Saison vermietet und hatte bei unserer Übernahme bereits einiges mehr als 40'000 Kilometer auf dem Buckel, was bei einer eigenen Nutzung wohl geschätzte 8 bis 10 Jahre bedeuten würde.

Nun zu den durchaus subjektiven Details:

Innenausbau
  •  Qualität: Einigen Kleinigkeiten merkte man die ersten Abnützungserscheinigungen an, nach diversen Vermietungen ist dies jedoch absolut vernachlässigbar.
  • Funktionalität: Der Innenraum ist im Allgemeinen gut ausgenutzt und bietet erstaunlich viel Stauraum. Vor allem die grösse des Stauraums über der Fahrerkabine ist enorm!
    Die Küchenkombination ist grosszügig und vor allem die Besteckschublade und der "Pfannenauszug", welche vom Innenraum und von ausserhalb des Farzeugs bedient werden können sind sehr praktisch.
    Die Nasszelle ist wie immer, für uns zu gross und nimmt zu viel Platz in anspruch. Aus unserer Sicht würde ein kleinerer Raum mit WC für Notfälle bzw. in der Nacht reichen.
    Im Heck sind 4 feste Betten eingebaut, jeweils 2 Doppelbetten übereinander. Die Platzverhältnisse reichen zum Schlafen durchaus aus, aber wirken doch etwas eingeengt. Aufrechtes Sitzen ist nicht möglich und die länge der Betten ist logischerweise bei Anordung quer zur Fahrtrichtung knapp. Trotzdem ist das Konzept, in einem solch "kleinen" Reisemobils 4 feste Betten einzubauen, sehr interessant.
    Der 3 Flammen Gaskocher könnte durch einen 2 Flammenkocher ersetzt werden, da die Anordnung so knapp berechnet ist, dass man eh nicht mit allen 3 Brennern gleichzeitig Kochen kann. Wenn dann würde ich mir leistungsstärkere Brenner wünschen.
    Der Kühlschrank mit 90 Litern Inhalt ist ok.
    Frischwasser- (147 Liter) und Abwassertanks (100 Liter) sind für diese Grösse von Reisemobil sehr gross und genügen vollkommen.

    Viele Fenster alle zum Öffnen und mit Mückengittern und Verdunkelungsmöglichkeit machen das wohnen angenehm.
Fahrverhalten
  • Dank des 2,3 Liter 120 Multijet Motors kamen wir im Fiat Ducato sehr flott voran. Nicht einmal als wir auf der Rückfahrt über den Gotthard fahren mussten kam ich mir wie ein Verkehrshinderniss vor. Mit den Aussenmassen von lediglich 5,99m Länge, 2,05m Breite und 2,58m Höhe kann man auch noch knapp auf normale Aussenparkplätzen parken und muss nicht Sonderplätze zum Abstellen des Fahrzeuges suchen.
FAZIT
  • Wenn ich bloss nicht über 1,8m gross wäre, ja dann könnte ich wohl mit der länge der Betten zu recht kommen, aber eben...
  • Der Innenraum ist bei schlechtem Wetter wohl zu klein für 2 Erwachsene mit einem kleinen Kind. Es gibt einfach zu wenig Raum für das Kind. Aber diesen Raum könnte man ja mit einem Vorzelt elegant erweitern...
  • 5,99 x 2,05 x 2,58 ist nicht gross, aber auch nicht klein...
  • Weil aber meine Angetraute in diesem Fahrzeuge nicht an die Pedalen kommt, weil sie schlicht und einfach zu kurze Beine hat, wird diese Fahrzeug wahrscheinlich nicht in unsere engere Auswahl kommen!

2 Kommentare:

Paddy hat gesagt…

Wie die kommt da nicht zu den Pedalen? Das war doch ein normaler Fiat ab Werk, oder bastelt Knaus noch an der O-Kabine rum? Kaum, oder? Dann kommen für sie in dem Fall alle WoMos auf Ducato (oder Peugeot/Citroen) nicht in Frage. Hast du mal probiert, wie's beim Transit ausschaut?

Ich kann mir das wirklich nicht vorstellen. Wie gross ist deine Liebste denn?

TheRaceFace hat gesagt…

ja das problem liegt wohl an den drehbaren sitzen, die sind glaube ich ein kleines bisschen höher... meine angetraute ist wirklich nicht gross und hat schon oft mühe gehabt bei reisemobilen, doch dieses mal kam sie nicht einmal mit den füssen auf den boden...
wir bleiben dran und werden wohl noch in so einige fahrerkabinen sitzen...